Die dritte Regatta der diesjährigen Saison war der Montfort Cup Langenargen. 

Die Anreise erfolgte am Mittwochmittag - bei einem herrlichen Westwind unter Gennaker konnten wir die Melges nach Langenargen segeln. Der Donnerstag begann mit der Steuerleutebesprechung und dem Hinweis, dass wenn es heute mehr als 30kn Wind gebe, sich die Wettfahrtleitung vorbehielte, nicht mehr zu starten.

Das erstaunte uns etwas, da eigentlich etwas weniger Westwind prognostiziert war. Die erste Wettfahrt segelten wir dann bei ca. 10kt Westwind, welcher immer wieder nachließ während des Rennens. Dennoch konnten wir den ersten Lauf für uns entscheiden.

Dann vor dem zweiten Lauf kam der Westwind durch und viele Crews refften ihre Segel und hatten so ihre Probleme. Wir trimmten um auf stärkeren Wind. Allerdings waren wir nur zu dritt und wussten, dass wir uns auf einen langen Tag auf dem Wasser einstellen und bei dem wir uns unsere Kräfte einteilen müssen. Aber die folgenden Wettfahrten verliefen grandios. Wir ersegelten uns immer die Führung in jeder Wettfahrt und bauten diese sogar aus. Allerdings müssen wir bei solchen Bedingungen auch das schnellste Schiff im Feld sein.

Nach einem coolen aber auch anstregenden Regattatag hatten wir noch einen schönen Abend im Clubhaus des Yachtclub Langenargen bei Paella. Bei einem Blick in die Ergebnisse stellten wir fest, das wir mit einem Punkt Rückstand auf den ersten auf einem guten zweiten Platz lagen.

Der Samstag begann und brachte immer noch Westwind, und wir schafften es tatsächlich, mit einer grandiosen Crewleistung, uns auf den ersten Gesamtrang vor zu segeln. Somit hatten wir vor dem letzten Wettfahrttag, an dem nur noch zwei Wettfahrten zu segeln waren, einen so großen Vorsprung auf den Rest des Feldes, dass eigentlich nichts mehr anbrennen konnte. Allerdings ging es durch unsere vielen Laufsiege noch um den Gesamtsieg des diesjährigen Montfort Cups, dem "Goldenen Henkelpott" als Sieger über alle Klassen. Hier war Max Trippolt auf seiner Melges 32, dem größeren Bruder unseres Bootes, unser ärgster Konkurrent. Mit einem weiteren Wettfahrtsieg waren wir ganz dicht dran, den Henkelpott zu gewinnen, aber in der allerletzten Wettfahrt versemmelten wir den Start mächtig. Wir holten zwar noch auf während der Wettfahrt und ersegelten uns in dieser einen vierten Platz. Da Max seine letzte Wettfahrt aber gewann wurde er Gewinner des Montfort Cup Henkelpotts.Wir gewannen dennoch die Klasse der ORC Sportboote mehr als souverän.

Die Gesamtwertung gibt es hier bei manage2sail. Bilder der Wettfahrten an beiden Tagen gibt im 2026 Monfort-Cup Album von Oliver Utsch.

Vielen Dank an meine Top Crew Simon Waschke und Christoph Schroff.